Lärm schadet der Gesundheit

Kurzmitteilung

Lärm schadet der Gesundheit

Medizinische Untersuchungen zu den Auswirkungen von Lärm besagen, dass bereits durchschnittliche Lärmbelastungen von tagsüber über 65 Dezibel(A) und nachts über 55 dB(A) als gesundheitsgefährdend gelten. Von Gerichten werden mittlerweile zumindest Überschreitungen von 60 dB(A) in der Nacht (22.00 Uhr bis 6.00 Uhr) als unzumutbar anerkannt.
(Siehe: Untersuchung zu Verkehrslärmwirkungen auf den Schlaf vom 17.09.2007 von Dr. med. Mathias Basner, M.Sc. u.a.)

Zug durch den Kopf- immer unausgeschlafen
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Juristische Aspekte des Schutzes vor Schienenlärm

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Juristische Aspekte des Schutzes vor Schienenlärm

Das sogenannte Bestandsschutzgesetz erlaubt  der Deutschen Bahn an bestehenden Bahntrassen Lärmemissionen  ohne Obergrenzen. Nur bei wesentlichen Umbauten oder neuen Bahnstrecken müssen genaue Vorschriften für den Lärmschutz eingehalten werden. Für die Stettiner  Bahn trifft der Bestandsschutz zu. Es wird nicht berücksichtigt, dass heute wesentlich intensiverer Lärm herrscht, als zur Bauzeit der Trasse.

Das Bestandsschutzgesetz verstösst nach  Auffassung von BINO e.V gegen das Grundgesetz  der BRD, da nicht alle Menschen den gleichen Lärmschutz genießen:

Art 3 (1)     Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

Außerdem sieht BINO e.V. die gesundheitsschädigende Wirkung im Widerspruch zu

Art 2 (2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.

Lärmschutzgesetze wurden erlassen, um die Umwelt, also auch den Menschen, vor Lärm zu schützen. Sie sind veränderbar! Wir brauchen dringend  Gesetze, die uns wirksamer vor Lärm  schützen.

Lärm wird in der  deutschen 16. Bundesimmissionsschutzverordnung (16. BImSchV) von 1990  geregelt. Hier findet  sich die im Jahr 2015 auslaufende Regelung zum Schienenbonus[1]  Schienenlärm darf Straßenlärm um 5DB überschreiten.

In der Anlage 2 der 16. BImSchV in Verbindung mit der Richtlinie zur Berechnung der Schallimmissionen von Schienenwegen – Ausgabe 1990 – Schall 03  wird auch die Berechnung von Schall geregelt. (http://de.wikipedia.org/wiki/Schall03) und der Richtlinie für schalltechnischeUntersuchungen bei der Planung von Rangier- und Umschlagbahnhöfen – Ausgabe1990 – Akustik 04, bekanntgemacht im Amtsblatt der Deutschen Bundesbahn Nr. 14 vom 4. April1990 unter lfd. Nrn. 133 und 134.

Der Lärm wird bei Neubauten oder wesentlichen Umbauten, die ein Planfeststellungsverfahren benötigen, berechnet. Die Berechnungen sind Grundlage für Lärmschutzmaßnahmen.   Die regelmäßige Durchführung objektiver Messungen ist juristisch nicht vorgeschrieben.

BINO e.V. fordert Lärmschutzmaßnahmen, hat aber bisher selbst keine rechtlichen Schritte unternommen nach wenig ermutigenden Erfahrungen anderer BI`s. Einzelne Bürgerinitiativen haben weniger Chancen als die gebündelte Kraft aller Betroffenen.

Politische Situation

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Überblick über die politische Situation    

Lärmschutzgesetze wurden erlassen, um die Umwelt, also auch den Menschen, vor Lärm zu schützen. Sie sind veränderbar! Wir brauchen dringend bessere Gesetze, die uns wirksamer vor Lärm  schützen. Lärmschutzgesetze sind Bundesgesetze, d.h. im Bezirksamt Pankow und in Panketal (Gemeindeebene) oder im Senat von Berlin (Länderebene) können keine neuen Regelungen zum Thema Lärmschutz erlassen werden. Neue Regelungen zum Lärmschutz müssen im Bundestag/Bundesrat verabschiedet werden. Allerdings kann auf Bezirk- und Länderebene erheblicher Einfluss auf die Bundespolitik genommen werden. Das Bezirksamt Pankow hat im Sinne von BINO eine Resolution zum Thema Bahnlärm erlassen.

Die maximal zulässige Lärmbelastung beträgt 55 Dezibel für Straßenlärm und Fluglärm. Die Bahn darf 5 Dezibel lauter sein. Diese Großzügigkeit wird „Schienenbonusgenannt. .Der Bundestag hat am 19.3.2013 endlich die  Abschaffung des Schienenbonus zum 1.1.2015 beschlossen. Ab diesem Zeitpunkt neu geplante Strecken werden dann von besserem Lärmschutz profitieren.

Bei bestehenden Strecken besteht Bestandschutz; es müssen keine Lärmobergrenzen eingehalten werden. Bei Neubaustrecken oder Umbauten, die ein Planfeststellungsverfahren erforderlich machen, müssen Lärmobergrenzen eingehalten werden (siehe Recht). BINO e.V fordert verbindliche Grenzwerte an alten und neuen Strecken: 55dB am Tag und 45 dB in der Nacht.

Gleisbesetzung in Berlin-Buch

Seit Juni 2013 wurde ein lärmabhängiges Trassenpreissystem eingeführt. Züge, die zu 80 Prozent mit leisen Sohlen ausgestattet sind, fahren preiswerter als laute Züge.

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Überblick über technische Aspekte des Lärms

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Aktiver Lärmschutz

Maßnahmen, die die Entstehung des Lärms an der Quelle oder am Ausbreitungsweg reduzieren.

  • Radabsorber
  • Moderne Drehgestelle
  • „Flüsterbremsen“, die LL-Sohle ist seit Juni 2013 zugelassen. Hier werden  kostengünstig nur die Graugussbremsen ausgetauscht. Bei der K-Sohle muss das komplette Gestänge  mit hohen Kosten getauscht werden. Bis Ende 2014 sollen 5000 Wagen auf die LL-Sohle umgerüstet werden.
LL-Sohle

Weitere technische Maßnahmen für aktiven Lärmschutz

  • Leisere Motoren
  • Hochelastische Schienenlager (HDSA)
  • Hohe oder niedrige moderne Lärmschutzwände
  • Schienenstegdämpfe
  • Schienstegdämpfer
Schienenstegdämpfer

Lärmreduzierung durch regelmäßige Wartung

  • Regelmäßiges Schleifen der Schienen (überwachtes Gleis)
  • Regelmäßiges Schleifen der Räder

Passiver Lärmschutz

Bauliche Maßnahmen

  • Lärmschutzdämmung
  • Lärmschutzfenster
  • Schallgedämmte Lüfter
  • Balkon- oder Fenstervorbauten

Um die Notwendigkeit von Maßnahmen zu bestimmen, müssten  laut Auffassung von BINO e.V. die Lärmemissionen regelmäßig kontrolliert werden. Das findet in Deutschland nicht statt (siehe Recht). Die Ergebnisse der letzten Berechnung findet man auf den Lärmkarten.

Aufruf zur Demo

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Wir solidarisieren uns mit der Bürgerinitiative Lichtenrade Dresdener Bahn e.V. und rufen alle Mitglieder der BINO auf, an der Demonstration teilzunehmen:

Wann?
Donnerstag, den 5. September 2013 um 17:30 Uhr

Wo?
Einmündung Goltzstr./Bahnhofstraße Weiterlesen

Antworten der Bundestagskandidaten zum Thema Lärm

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Antworten der Bundestagskandidaten zum Thema Lärm

Am 10. August hat die BINO einen Brief als Mail an die Bundestagskandidaten des Wahlkreises 76 von Berlin Pankow und des Wahlkreises 60 von Mäkisch Oderland/Barnim/Panketal sowie an einige Kreisverbände der Parteien verschickt. Darin wurden die Kandidaten der z.Z. in der Bundesregierung vertretenen Parteien gebeten, uns mitzuteilen, welche konkreten Schritte ihre Partei gehen wird, wenn sie Regierungsverantwortung übernimmt.
Wir baten darum, uns die entsprechenden Absätze des Wahlprogrammes ihrer jeweiligen Partei zu übermitteln – entsprechend der Problematik zum Gesundheitsschutz an bestehenden Bahntrassen. Weiterlesen

Kurzschlaf erhöht Diabetes-Risiko

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Quelle: Archiv der Berliner Zeitung (veröffentlicht 13.04.2011)

Kurzschlaf erhöht Diabetes-Risiko

Neuer Ansatz für Prävention

Unruhiger oder zu kurzer Schlaf kann das Risiko erhöhen, an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Das haben Studien erneut gezeigt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Nachtschlaf den Stoffwechsel unabhängig von anderen Risikofaktoren wie Körpergewicht oder Ernährung beeinflusst. Damit spielt der Schlaf neben dem Übergewicht nach Ansicht der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) eine wichtige Rolle für die Prävention. Weiterlesen